Das Geschehen in einer biologischen Stufe soll am Beispiel des Kohlenstoffs erläutert werden, der im Zufluss auf 1.000 kg C normiert wird. In der Regel fährt man ein Belebungsbecken mit sehr hohen Sauerstoffkonzentrationen von 0,5 mg/ l bis 2,0 mg/l. Das führt dazu, dass sehr viel Luft bzw. der darin enthaltene Sauerstoff zugeführt werden muss. Das verursacht hohe Kosten. Die Folge ist, dass ein Großteil des Kohlenstoffs als Kohlendioxid in die Luft getragen wird (Kyoto - Protokoll, Klimadiskussion !). Nur ein geringfügiger Teil verbleibt im Überschussschlamm und kann in den folgenden Stufen wie einem Faulturm zur Erzeugung von elektrischer Energie herangezogen werden. Der Rest des Kohlenstoffs gelangt in den Vorfluter. | | Im Vergleich zur herkömmlichen Verfahrensführung verhält es sich mit dem C-N-P - Konzept ewtas anders. Mit dieser Strategie wird der Sauerstoffeintrag möglichst niedrig gehalten, so dass deutlich weniger Kohlenstoff zu Kohlendioxid oxidiert wird. Im Schlamm lagert sich dadurch wesentlich mehr Kohlenstoff ein, der dann in Faultürmen in Methan verwandelt werden kann. Aus dem Gas wird im BHKW Strom, der für Mehreinnahmen durch Einspeisung sorgt bzw. den Eigenbezug der Kläranlage senkt. Weiterhin führt der höhere Kohlenstoffgehalt bei der thermischen Verwertung des Schlammes zu höheren Heizwerten, so dass an dieser Stelle wiederum über eine Stromerzeugung nachgedacht werden kann. Weiterer Effekt: Der Vorfluter wird nicht mehr so stark mit Kohlenstoffverbindungen belastet. |